Hamilton Island – ein Traum in den Whitsundays!

Am Sonntag, 10.11.13, brachen die letzten Stunden im Camper an. Da wir noch vier VB-Bier, zwei Milch, ein Mehl und Backpapier übrig hatten und wir dies leider nicht in den Flieger mitnehmen konnten, machte ich mich mit den Dingen auf den Weg und suchte in der Früh schon nett aussehende Leute und fragte, ob sie nicht ein paar Sachen brauchen können. Die erste Dame war sehr hilfreich. Sie nahm sofort das Backpapier und das Mehl. Bei den Bierflaschen zögerte sie, aber auch diese konnte ich bei ihr stehen lassen. Der nächste Herr nahm, nach kurzer Rücksprache mit seiner Frau Sandy, eine Milch und bei einem jüngeren Pärchen wurde ich auch die zweite Milch los. Das war ein perfekter Start in den Morgen. Man konnte somit anderen Leuten eine riesen Freude machen und es wanderte nichts Frisches in den Müll.

Um 8.45 Uhr erreichten wir mit dem vollgetankten Camper die Geschäftsstelle von Apollo. Kaum waren wir auf dem Parkplatz, stürmte auch schon ein Mitarbeiter raus und nahm uns den Camper ab. Die Express-Rückgabe hat perfekt geklappt und er war froh, dass der Camper wieder da war. Dieser wurde nur kurz gereinigt und sofort an den nächsten vergeben.

An diesem Tag lief wirklich alles perfekt. Das Taxi war auch nach ein paar Minuten da. Leider hat der Herr von Apollo kein großes Taxi bestellt. Der Taxifahrer, ein sehr netter älterer Herr, war total erschrocken über unser Gepäck. In den Kofferraum ging nicht alles rein, also nahmen Papa, Mama und ich den großen Rucksack von Sven und das Handgepäck von Mama und mir auf den Schoß. Nicht nur wir waren überrascht, was in so ein kleines Taxi geht, sondern auch der Taxifahrer. Bis zum Flughafen hatten wir mit ihm ein sehr nettes Gespräch. Um ca. 9.20 Uhr waren wir dann am Flughafen.

Sven hatte uns alle wieder via Online Check-in eingecheckt, deshalb wurden wir auch hier ziemlich schnell unser schweres Gepäck los. Diesmal war es wirklich schwer. Ich habe noch die 1,75 Liter Coca Cola und die 2 Liter Orangensaft eingepackt und Mama hatte die volle Jägermeister Flasche von Sven im Gepäck. Zum Glück hatten wir kein Übergepäck. Von den max. 23 kg, die wir mitnehmen durften, hatten wir einmal 22 kg und einmal 21 kg. Ich würde sagen, das war perfekt gepackt.

Das Boarding und der Start verlief planmäßig. Nach 1 Stunde und 40 Minuten sind wir bei Sonnenschein und 30 Grad auf Hamilton Island gelandet. Die nächsten fünf Tage waren Erholung pur.

Die letzten fünf Jahre gingen auch an Hamilton Island nicht spurlos vorbei. Das Flughafengebäude haben sie erweitert. Jetzt gibt es dort sogar einen Aufenthaltsbereich und verschiedene Check-in Schalter (für jedes Hotel einen). An den Schaltern bekommt man anschließend Anhänger mit der jeweiligen Zimmernummer. Was sich nicht geändert hat, ist die Gepäckabholung. Die Koffer werden alle auf Gepäckwagen in einen abgesperrten Bereich gefahren und von dort kann jeder seinen Koffer, Rucksack, … raussuchen. Anschließend hängt man die Zimmernummerzettel an den Koffer, schmeißt ihn in den passenden Shuttlebus-Anhänger und fährt damit zum Hotel.

Beim endgültigen Check-in im Hotel wurde uns gesagt, dass unsere Zimmer 1510 und 1511 noch nicht fertig sind. Also warteten wir in der Lobby. Nach 30 Minuten hat Sven nachgefragt, wie es aussieht. Da es immer noch nicht freigegeben war, durften wir auf Kosten des Hauses etwas in der Bar nebenan bestellen. Kaum waren wir dort, kam auch schon eine Hotelangestellte mit unserem Zimmerschlüsseln.

Nach unserem Baraufenthalt, ging es dann endlich auf die Zimmer. Auch hier waren die Zimmer durch eine Durchgangstür verbunden. Das eine Zimmer hatte nur ein Doppelbett und ein Bad ohne Fenster und das andere hat zwei Doppelbetten, ein großes Bad und einen großen Balkon mit Blick auf den Catseye Beach. Das Zimmer habe ich gleich in Anspruch genommen.

Wir haben ziemlich schnell beschlossen, dass wir gleich einen Buggy für 24 Stunden mieten. Mit ihm können wir ohne Probleme die erste Erkundungstour bzw. Sightseeing-Tour starten. Wir sind einmal quer über die Insel geheizt. Naja, heizen ist übertrieben. Bergauf war es sehr, sehr langsam. Einmal wurden wir bergab sogar von zwei Jungs überholt, trotz Überholverbot.

Am Sunset Point haben wir einen längeren Stop eingelegt. Dort ist jeden Tag von 4.30 Uhr bis Sonnenuntergang eine Bar aufgestellt. Eine super Idee und zusätzlich eine gute Einnahmequelle. An diesen Tag waren bestimmt um die 30 bis 40 Leute dort und es war ein kommen und gehen.

Den Abend haben wir anschließend im Restaurant Sails, das ehemalige Steakhouse, verbracht und haben somit den Gutschein von Weihnachten eingelöst. Es war verdammt lecker. Papa und Sven hatten Steak, Mama ein überbackenes Chickenfilet und ich Nudeln mit Gemüse und Parmesan.

Da wir auf Hamilton 4 Nächte gebucht hatten, war das Frühstück automatisch dabei. Das Buffet testeten wir auch gleich am nächsten Morgen. Es war der Hammer. Hier war für jeden was dabei. Es gab Pancakes, Rührei, Spiegelei, gefüllte Croissant mit Tomaten und Käse, gebratener Reis, Bohnen in Tomatensoße, Bacon, Würste, normale Croissant, Croissant gefüllt mit Schokolade, Bananenbrot, Obst, Wurst und Käse, Joghurt, verschiedene Cornflakes und Müslisorten, Toast in verschiedenen Varianten, verschiedene Marmelade, Honig, Butter und Margarine, Kaffee und Tee. Ich glaube das war’s. Obwohl für die Asiaten gab es noch eine Suppe und viele verschiedene Päckchen mit chinesischen Schriftzeichen darauf. Keine Ahnung was das alles war.

Nach dem Frühstück sind wir wieder auf unser Zimmer gegangen und haben uns für den Pooltag vorbereitet. Umziehen, eincremen, Handtuch schnappen und los geht’s. Der Hauptpool ist gigantisch. Dieser ist nicht direkt am Hotel, aber nach ein paar Minuten gemütlich laufen ist man dort. In dem Pool gibt es eine Bar. Hier bekommt man wirklich alles. Bier, normale Softdrinks und Cocktails. Von 13.30 bis 14.30 Uhr und von 15.30 bis 16.30 Uhr ist immer Happy Hour, dann zahlt man für die Cocktails nur 13 AUD anstatt 16,50 AUD. Die Bar haben wir aber nie genutzt. Wir sind immer nur vorbei geschwommen und haben auf den Poolliegen die Sonne genossen.

So gegen 15 Uhr sind wir wieder ins Hotel, haben uns umgezogen und sind die letzten 1,5 Stunden mit dem Buggy und Svens GPS Gerät auf der Insel herumgefahren. Einen kurzen Zwischenstop legten wir wieder am Hafen ein und kaufen uns 3 leckere Milchshakes. Sven bestellte einen Milchshake mit Karamell und Mama und ich nahmen einen Mango Magic. Geschmacklich hat der Mango Magic im Vergleich zum letzten Hamilton Island Besuch abgenommen, aber er war immer noch gut. Um 16.30 Uhr mussten wir auch schon wieder den Buggy Nr. 227 abgeben.

Das Abendessen fiel an dem Tag aus, da wir noch so voll vom Frühstück waren. Dafür haben wir unseren Balkon mit Blick auf den Catseye Beach genutzt und den Ausblick genossen. Ein Vorteil von unseren Zimmern war, dass es auf dem Gang gleich nebenan eine Eiswürfelmaschine gab. Hier konnten wir immer Eiswürfel für unsere Getränke holen. Mama und Papa haben deshalb auch mit Jägermeister-O auf Eis angestoßen.

Der nächste Tag begann eigentlich wie der vorherige auch. Zuerst Frühstück, Hotelzimmer und dann Hauptpool. So macht das Leben Spaß. Man muss einfach an nichts denken, man genießt nur das schöne Wetter und die Umgebung.

Am Nachmittag sind wir mit dem Green Shuttlebus zum Hafen gefahren. Auf Hamilton Island fahren 3 verschiedene Busse. Der Green Shuttlebus fährt immer nur vom Hotel zum Hafen und wieder zurück, ungefähr alle 15 Minuten. Und die anderen beiden Shuttlebusse (Purple und Orange) fahren auf der ganzen Insel herum. Die beiden kommen immer alle 40 Minuten am Hotel vorbei.

Unten im Hafen gab es einen Klamottenladen „The Hut“. Sven und ich dachten, dass wir dort auf jeden Fall was finden. Der Laden sah aber nur von außen sehr vielversprechend aus. Wir sind ohne Tüten wieder raus.

Im Anschluß haben wir im Manta Ray Café Pizza gegessen. War das lecker. Bestellt haben wir folgende Pizzen:

– Manta Prawns (Tiger Prawns, Chorizo, Buschtomaten Chutney, Zuccini Streifen, Parmesan und Ruccola)
– Meat Lovers (Bacon, gepfeffertes Rindfleisch, scharfe Salami, Chicken, Pilze, Parmesan und BBQ Sauce)
– Supreme (Salami, Paprika, gepfeffertes Rindfleisch, Oliven, Zwiebel und Mozzarella)

So eine gute Pizza habe ich schon lange nicht mehr gegessen. Solltet ihr mal auf Hamilton Island sein, dann ist die Pizzeria Pflicht.

Nachdem wir fertig waren mit Essen, ging es noch in den Bottle Shop, den General Store und zum Milchshake Stand. Hier haben Sven und ich noch einen Milchshake gekauft. Für Sven gab es einen Milchshake mit Caramel und für mich einen mit Lime. Also der Milchshake mit Limettengeschmack war jetzt nicht unbedingt die beste Wahl, aber was soll’s. Man kann im Leben nicht immer Volltreffer landen.

Eigentlich wollten wir mit dem Green Shuttlebus zum Hotel fahren, aber der war so voll, deshalb liefen wir dann zum Reef View Hotel zurück. Beim Zurücklaufen hat Mama ein kleines Känguru auf der Wiese gesehen. Es saß einfach nur dort und hat gefressen. Als wir ein Foto machen wollten, sind zwei Leute auf die Wiese gelaufen und schon hat sich Skippy (das Känguru) zwischen Bäumen versteckt. Wir warteten eine Weile an der Stelle, aber Skippy kam nicht mehr raus. Das war sehr schade.

Der vorletzte Tag auf Hamilton Island begann mal wieder wie immer. Zuerst war das geniale Frühstück dran und dann stand der Pool auf der Liste. Diesmal ging es allerdings nicht nur in den Pool, sondern wir waren zuvor im Meer am Catseye Beach. Die perfekte Abkühlung bei ca. 25 Grad Wassertemperatur. Hinterher ging es noch in den Pool und dann auf die Sonnenliegen.

Bevor wir mit packen begannen, sind Mama und ich nochmals zum Hafen gefahren und waren dort auf der Post. Der Postbeamte ist so freundlich und nett. Genau so stellt man sich den perfekten Postbeamten vor. Einfach nur genial. Während wir unterwegs waren, haben sich Papa und Sven mit unseren neugierigen Besuchern auf dem Balkon beschäftigt. Hier auf Hamilton Island gibt es sehr viele weiße und freche Kakadus. Papa hat ein paar Apfelstücke klein geschnitten und einem Kakadu zum fressen gegeben. Am Anfang war es nur einer, aber durch irgendwelche Zeichen hat sich die Futterstelle herumgesprochen. Irgendwann waren es acht Kakadus. Sie saßen alle auf dem Geländer nebeneinander und wollten ein Stück vom Apfel abhaben. Das war sehr interessant und lustig anzusehen.

Für das Abendessen wählten wir wieder das Sails. Diesmal wurden wir gefragt, ob wir outside oder inside sitzen wollen. Unsere Antwort lautete „Inside“. Ich weiß nicht wie undeutlich wir geredet haben, aber wir bekamen einen Tisch outside. Ich habe mich gerade hingesetzt, da kam so ein dummer Vogel und dachte, hier lasse ich mal eine Ladung runter. Ganz großes Kino. Im Prinzip war der Abend für mich da schon gelaufen. Ich bin zurück ins Hotel, hab mich umgezogen und anschließend zurück ins Restaurant mit der Bedingung, dass die anderen einen Tisch inside ordern sollen. Das hat auch funktioniert. Deshalb blieben wir und aßen Rumpsteaks (Sven, Papa und ich) und Fish & Chips (Mama).

Beim heimlaufen ins Hotel meinten Mama und Sven, dass es Glück bringt, wenn ein Vogel auf einen scheißt. Aber ehrlich gesagt kann man auf dieses Glück echt verzichten.

Als wir wieder im Hotel waren, standen noch zwei Dinge auf dem Programm. Einmal war es das zusammenpacken von unserem Gepäck und als nächstes die letzten Stunden auf dem Balkon genießen. Sven hat uns außerdem noch online bei dem Segelveranstalter eingecheckt. Vielleicht spart man sich dafür in Airlie Beach etwas Zeit.

Heute Morgen haben wir die restlichen Dinge verstaut und sind bereits um 6.45 Uhr zum frühstücken gegangen. Unfassbar, die fünf Tage auf Hamilton Island vergingen schon wieder wie im Flug und waren richtig schön. Unser Ziel für heute ist Airlie Beach, denn von dort aus geht unser Segeltörn mit der Whitsunday Adventurer los. Die Fähre nach Airlie Beach fährt um 8.45 Uhr am Hafen in Hamilton weg. Wir sind schon gespannt was der Tag für Erfahrungen bringt und freuen uns schon sehr auf die Zeit in den Whitsundays.

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Noosa Nationalpark und Fraser Island!

Am 6. November haben wir uns mit dem Camper auf den Weg zum Noosa Nationalpark gemacht. Die Fahrt war sehr interessant. Sie führte uns direkt an der Noosa Strandpromenade vorbei und den Berg nach oben zum Parkplatz. Die Parkplatzsuche war etwas komplizierter, denn es waren schon alle Camperplätze belegt. Sven stieg aus und hielt Ausschau. Er hat noch einige Parkplätze auf dem PKW-Platz entdeckt. Hier stellten wir den Camper ab und blockierten für ein paar Stunden 3 Plätze.

Der Nationalpark liegt direkt in Noosa Heads an der Küste. Hier gibt es traumhafte Strände und einen wunderschönen Regen- und Eukalyptuswald. Man hat hier im Park die Wahl zwischen 5 verschiedenen Wanderwegen. Nach dem Blick auf die Übersichtstafel haben wir uns für einen Rundweg aus dem 4. und 2. Weg entschieden. Hierbei ging es zuerst entlang der Küste und anschließend liefen wir im Regen- und Eukalyptuswald. War echt schön.

Angeblich hat man im Eukalyptuswald die Möglichkeit Koalas zu sehen, aber bei uns waren alle Koalas verreist. Außer auf dem Boden scherende Turkeys haben wir nichts gesehen. Doch, Papa und Mama haben am Anfang vom Wanderweg einen großen Leguan gesehen. Da die beiden allerdings vorausgelaufen sind, war er bei uns nicht mehr da.

Nach 2 Stunden und 8 Kilometern waren wir wieder am Parkplatz. Das war ein toller Ausflug. Hat sich wirklich sehr gelohnt. Anschließend ging’s für eine weitere Nacht auf den Campingplatz zurück. Den Abend haben wir mit Beef Eye Filets und Rindersteaks sowie und Nudeln mit Tomatensoße ausklingen lassen.

Am nächsten Morgen fuhren wir 185 km weiter Richtung Norden nach Hervey Bay. Die Anfahrt zum Anlege- und Ablegeplatz der Fraser Island Fähre war etwas schwierig. Als wir fast da waren (River Heads), hatten wir das Gefühl das wir falsch waren. Wir haben zwar die Adresse von unserem Voucher im Navi eingegeben, allerdings deckte sich das nicht mit unseren Erinnerungen von Sven und mir. Wir beide haben die Ablegestelle von damals bei Google Maps rausgesucht und sind dort hingefahren.

Nach ca. 20 Minuten kamen wir dort an. Wir beide stiefelten an die alte Stelle hin und fragten an der Information nach. Die Dame meinte, wir müssen nach River Heads zu dieser Adresse fahren. Sven und ich sind zur Sicherheit an die alte Ablegestelle gelaufen und es hat sich tatsächlich auch hier einiges verändert. Der Informationstresen vom Kingfisher Bay Resort war nicht mehr da und die Anlegestelle für die Fraser Island Fähre war auch nicht mehr vorhanden. Na super! Wir mussten somit die komplette Strecke von Urangan nach River Heads zurückfahren.

Wie sich hinterher herausstellte, waren wir beim ersten Mal nur 5 km vom Ziel entfernt und die ganze Geschäftsstelle vom Kingfisher Bay Resort ist zusammen mit der Fraser Island Transferfähre nach River Heads umgezogen. Wir waren trotz Umweg rechtzeitig dort und haben unseren Camper für 2 Tage auf dem abgesperrten und bewachten Parkplatz abgestellt.

Um 15.15 Uhr holte uns ein Bus an der Geschäftsstelle ab und fuhr uns zusammen mit ein paar weiteren Urlaubern an den Hafen in River Heads. Von dort aus legte unsere Fähre um 15.30 Uhr ab.

Auf Fraser Island wartete schon ein Shuttlebus zum Hotel. Sven und ich haben beschlossen zu laufen, es sind ja nur ein paar Meter vom Anlegesteg zum Hotel. Mama und Papa fuhren im Bus mit. Nach dem Check-in haben wir unsere beiden Zimmer mit Durchgangstür bezogen. Unser Übernachtungsquartier für die nächsten zwei Nächte.

Vor dem Abendessen erkundeten wir die Poollandschaft. Dies war der Hammer. Hier gibt es sogar einen warmen Whirlpool. Aber auch die beiden Pools direkt im Kingfisher Bay Resort sind klasse. Alles ist hier sehr schön angelegt und vereint sich mit der Fraser Island Flora.

Für das Abendessen wählten wir die Sand Bar aus. Hier bestellten wir ein Chicken Schnitzel (Papa), einen Beef Burger (Mama) und zwei Reef & Beef Menüs (Sven und ich). Das Reef & Beef Menü bestand aus einem T-Bone-Steak, Prawns im Tempuramantel, Tintenfisch mit Salz & Pfeffer gewürzt, Calamari, Pommes und Salat. Es war alles saulecker.

Hinterher heckten wir noch den Schlachtplan für den nächsten Tag aus, denn da hieß es früh aufstehen.

Am Freitag, 8. November, gingen wir um 7.00 Uhr schon zum Frühstück, denn um 7.50 Uhr startete unsere gebuchte Tour „Beauty Spots“ im Allradbus. Unser Guide war Peter Meyer. Ein sehr lustiger und netter Typ. Er führte uns zusammen mit Butch an die schönsten Stellen von Fraser Island. Ich kann euch sagen die Tour war wieder der Hammer. Wir saßen in den letzten zwei Reihen und wurden hier richtig durchgeschüttelt.

TIPP: Diese Tour ist für empfindliche Mägen nichts!!!

Da Fraser Island die größte Sandinsel der Welt ist, bekommt hier der Begriff „Allrad“ eine eigene Bedeutung. Ohne Allrad geht hier gar nichts. Man hätte keine Chance durch den Sand zu kommen. Außerdem ist das echt schwierig, die Sandlöcher und den unterschiedlich festen Sand zu durchfahren. Das ist nichts für schwache Nerven.

Lake McKenzie war die erste Station. Hier machten wir eine längere Pause. Wir hatten die Möglichkeit uns dort abzukühlen. Im Bus hat Peter erzählt, dass es vor 4 Monaten auf Fraser Island sehr viel geregnet und sich im Lake McKenzie deshalb viel Wasser gesammelt hat. Und das war tatsächlich so. Der Strandbereich war fast komplett überflutet und die türkisblaue Farbe, die man von Fotos kennt, hatte er auch nicht. Diesmal hatte das Wasser einen bräunlichen Ton, es war allerdings immer noch sehr klar und nicht dreckig. Die Wassertemperatur war ein Traum. Es war die perfekte Abkühlung an diesem Vormittag. Bevor es mit dem Bus weiter ging, gab es noch Kaffee, Tee und Cookies.

Peter und Butch fuhren uns als nächstes zur Central Station. Hier zeigte uns Peter ein paar einheimische Bäume. Danach hatten wir die Option einen Fußmarsch durch den Regenwald zu machen oder mit ihm zusammen zur Abholstelle zu fahren. Wir vier entschlossen uns für die kleine Wanderung. Der Fußmarsch ging ca. 30 Minuten und war echt schön. Genau stellt man sich einen Regenwald vor. Mit vielen Farn- und Palmenarten und mit klaren Wasser, das durch den ganzen Wald als Bach läuft.

Als wir alle an der Abholstelle waren, ging es sofort weiter zum Eurong Beach Resort, denn hier gab es für uns ein Mittagsbuffet. Wir gingen mit den schlimmsten Erwartungen hin, denn beim letzten Mal war es nicht so toll. Damals gab es nur kalte Küche und im Nudelsalat waren kleine schwarze Käfer. Sehr appetitlich. Umso mehr waren wir über das Angebot der kalten und warmen Speisen überrascht. Es sah sehr sauber und ordentlich aus und außerdem hat es gar nicht schlecht geschmeckt. Absolut kein Vergleich zu damals vor fünf Jahren.

Nach der Stärkung erreichten wir endlich den berühmten 75-Mile-Beach. Dieser Strand gilt offiziell als Highway. Auch hier gibt es eine Geschwindigkeitsbeschränkung, deshalb befindet sich auch direkt am Strand eine Polizeistation. Außerdem fahren hier nicht nur Allradfahrzeuge, sondern der Strand dient gleichzeitig auch als Start- und Landebahn von kleinen Flugzeugen. Echt der Wahnsinn.

Mit dem Bus sind wir am Strand entlang zur nächsten Haltestelle geheizt. Es war das Maheno-Schiffswrack. Es war ein Luxusliner, der zwischen Australien und Neuseeland eingesetzt wurde. Auf seiner letzten Fahrt im Jahr 1935 sollte es mithilfe eines anderen Schiffes zum verschrotten nach Japan überführt werden. Während eines Sturm riss sich die S.S. Maheno los und strandete an der Ostküste von Fraser Island. Alle Versuche das Schiff wieder frei zu bekommen schlugen fehl. Heute ist das Schiffwrack eines der bekanntesten Attraktionen auf Fraser Island.

„The Pinnacles“ war die nächste Station. Es sind Sandsteinformationen, die in Gelb-, Orange- und Rottönen leuchten. Sehr beeindruckend.

Der nächste Halt war „Eli Creek“. Dies ist der größte Süßwasserstrom auf Fraser Island. Es fließen jede Stunde über vier Millionen Liter Wasser vom Stromanfang zum Strand und ins Meer. Durch die Strömung kann man sich durch den Creek zum Strand treiben lassen. Das ist gar nicht schwer. Einfach zum Einstiegspunkt laufen, ins Wasser legen und im kühlen Wasser treiben lassen. Wir haben es selbst nicht getestet, aber den anderen dabei zugeschaut.

Während die anderen wieder in den Bus einstiegen, haben wir die Alternative gewählt. Einen Rundflug mit einer kleinen Propellermaschine über Fraser Island. Sven und ich haben dies schon vor 5 Jahren gemacht. Damals war das richtig klasse. Vom Preis her ist es nur 5 Dollar pro Person teurer geworden. Tja, haben wir gedacht. Sie haben nicht nur den Preis um 5 Dollar erhöht, sondern auch die Flugzeit von 30 Minuten auf 15 Minuten gekürzt. Es war zwar auch diesmal schön, aber irgendwie doch enttäuschend. Als auch wir wieder im Bus waren, ging es langsam wieder zurück.

Unser Guide Peter Meyer ist nicht nur ein lustiger und netter Typ, sondern auch ein richtig guter Fotograf. Er kennt die schönen und interessanten Ecken von Fraser Island. Deshalb hatten wir einen weiteren Fotostop am Stonetool Sandblow. Nach dieser Station ging es anschließend wirklich wieder zum Kingfisher Bay Resort zurück. Peter verabschiedete sich von uns vier am Ende mit „Pfiad di“. Das war sehr lustig.

Wer mehr über ihn wissen möchte oder Bilder sehen will, kann mal auf seine Homepage klicken. Es lohnt sich.

Den Abend haben dann noch beim Sonnenuntergang am Strand ausklingen lassen.

Der nächste Morgen begann sehr früh, da wir schon wieder in Aufbruchstimmung waren. Bis zum Ablegen mussten wir noch unser Gepäck zusammenpacken und haben nochmals das Frühstück im Kingfisher Bay Resort genossen. Als wir fertig waren sind wir Richtung Ablegesteg gelaufen. Unsere Transferfähre sollte laut Plan um 10.30 Uhr. Wegen einem medizinischen Zwischenfall im Resort legen wir erst 20 Minuten später ab. In River Heads wartete schon der Bus, der uns alle wieder zum ursprünglichen Ausgangspunkt, der Geschäftsstelle vom Kingfisher Bay Resort, zurückbrachte. Von hier aus fuhren wir knapp 300 km mit dem Camper Richtung Brisbane.

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Nachtrag „Melbourne Cup 2013“

Als wir am 5. November auf dem Campingplatz in Noosa ankamen, waren viele Camper ganz verrückt gekleidet mit glitzernden Kappen, Fliegen, Krawatten, Blumen im Haar, neonfarbenen Oberteilen, … Sie haben sich alle bei unseren Nachbarn getroffen. Es waren bestimmt 20 Leute. Wir haben noch gerätselt, was da los ist. Vielleicht ein Geburtstag, Halloween kann es nicht sein, das war ja erst und Fasching ist auch noch nicht. Google wusste mal wieder alles. Es war der Melbourne Cup (Pferderennen). Er findet jedes Jahr am ersten Dienstag im November statt.

Am Nachmittag kam die Frau von der Rezeption und fragte, ob wir für 2 Dollar auf ein Pferd setzen wollen. Das haben wir natürlich gemacht. 2 Dollar kamen in den Becher und ein Los mit einem Namen wurde gezogen. Wir hatten das Pferd „Red Cadeaux“. Sie schrieb meinen Namen und unsere Platznummer in ihre Wettliste und meinte wenn unser Pferd gewinnt, kommt sie nach dem Rennen wieder vorbei und bringt uns unsere Ausbeute.

In Melbourne wird der Tag wie ein Feiertag gefeiert, aber auch in New South Wales und Queensland kann es sein, dass die Läden während des Rennens geschlossen haben.

Da wir am Nachmittag unterwegs waren, habe ich gegen Abend im Internet auf die Ergebnistabelle geschaut und festgestellt, dass Red Cadeaux nur den zweiten Platz belegte. Naja, das nächste Mal schaut es wieder anders aus. Wir fanden die Aktion sehr lustig und haben uns gefreut, dass wir mitmachen durften.

Heute kam die Frau von der Rezeption mit einem kleinen Tütchen vorbei. Leider war ich zu diesem Zeitpunkt nicht da. Als ich wieder zurückkam, hat mich Sven auf das Tütchen im Camper aufmerksam gemacht. Konnte es gar nicht glauben. Wir haben gewonnen! Wir haben 12 Dollar gewonnen. Unfassbar! Freu mich immer noch riesig darüber.

Ich kann eigentlich nur eins sagen: „THX RED CADEAUX“!

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Die Tour Richtung Norden geht weiter …

Am Samstag haben wir den Campingplatz in Byron Bay verlassen. Bevor wir allerdings den Ort komplett verließen, haben wir uns nochmals beim ALDI mit Essen eingedeckt.

70 km nördlich von Byron Bay und etwas im Landesinneren liegt der Mount Warning Rainforest Park. Hier haben wir 4 Tage gebucht. Sven und ich haben ziemlich schnell mit Entsetzen festgestellt, dass man hier absolut kein Telstra Mobilnetz hat und das das WLAN nur direkt vor der Rezeption geht. Da wir schon alles gebucht hatten, mussten wir das also so hinnehmen.

An unserem ersten Abend haben wir es uns wieder an dem BBQ Bereich ausgebreitet. Diesmal war es nicht kostenlos. Die Grillfläche musste man mit 1-Dollar-Stücken füttern, dafür hatte man anschließend ca. 15 Minuten Strom. Während dem grillen von unseren Rindersteaks leistete uns ein Kookaburra Gesellschaft. Ein ganz toller Vogel.

Am zweiten Tag gingen wir gegen Mittag Richtung Mount Warning. Sind dabei 1,5 Stunden bergauf gelaufen. Wir kamen bis zur Korrumbin Creek Picnic Area. Bis zum nächsten Parkplatz wären es nochmals 1,8 km gewesen. Da unsere Wasserreserve aber langsam ausging, haben wir beschlossen umzudrehen. Den restlichen Tag haben wir noch im Pool und vor dem Camper verbracht.

Am Abend haben wir beschlossen, dass wir hier nicht länger bleiben, denn dort ist man wirklich von der Außenwelt abgeschnitten. Auf Deutsch gesagt, wir waren dort am Arsch der Welt und 50 m rechts.

Die Überlegung für die Alternative begannen schon vor dem Abendessen. Wollten eigentlich auf dem Campingplatz in Noosa eine Nacht dazubuchen, aber keine Chance. Auch hier war alles ausgebucht. Wir haben uns dann für den Dicky Beach Family Holiday Park in Caloundra entschieden. Hatten großes Glück, dass wir hier noch einen Platz bekamen. Dies war unsere Rettung. Hinterher konnten wir uns das Abendessen schmecken lassen. Diesmal gab es Nudeln mit Sauce Bolognese und Salat. War auch sehr lecker.

Ein Tag später ging es nach dem Frühstück endlich weiter. Nach Caloundra waren es ca. 170 km. Um 13 Uhr haben wir den Campingplatz erreicht. Der Dicky Beach Family Park ist echt schön. Kein Vergleich zum Mount Warning Rainforest Park. Haben uns für die Nacht ein Premium Powered Site with Ocean View gebucht. Total schön.

Nachdem wir richtig angekommen sind, haben wir uns als erstes den Strandbereich angeschaut. Den Dicky Beach. Hier haben wir uns auch gleich verewigt.

Anschließend haben wir den Platz unter die Lupe genommen. Zuerst kam der Toiletten- und Duschbereich dran und danach die Camp Kitchen mit BBQ-Bereich. Das war mal wieder ein Highlight. Dort gab es nicht nur BBQ-Grillflächen, sondern auch einen Elektroherd. Sehr cool. Es gab an diesem Campingplatz nichts zum aussetzen. Alles top und sehr zu empfehlen.

Etwas später habe ich noch vier schwarze Kakadus in einem Baum gesehen. Bin sofort zu Sven gelaufen, er schnappte sich seine Kamera und los ging’s zum Kakadu-Fotoshooting.

Unser Abendessen bereitete Papa in der Camp Kitchen zu. Es gab mal wieder Rindersteaks. Perfekt gegrillt, so wie es sein muss.

Da es an diesem Abend in Caloundra sehr windig war und auch etwas tröpfelte, verlagerten wir das gemütliche Zusammensitzen in den Camper.

Nach dem Frühstück in der von uns sehr geliebten Camp Kitchen haben wir um 9.55 Uhr wieder den Dicky Beach Family Holiday Park verlassen. Fuhren teilweise bei Regenschauer nach Noosa zum Noosa River Holiday Park. Hier sind wir die nächsten 2 Tage.

Bis nach Noosa waren es ca. 57 km. Auch dieser Campingplatz ist hier richtig schön. Er liegt direkt am Noosa River. Leider ist die Stelle nicht fürs Baden freigegeben. Trotzdem kann man es hier super aushalten.

Bei unserer Erkundungstour auf dem Platz haben wir Pelikane, viele bunte Papageien und sogar weiße Kakadus gesehen. Unfassbar! Nach der Tour haben Mama und ich einen Waschtag eingelegt und alles gewaschen. Das war die letzte Gelegenheit, bevor es in die zweite Hälfte des Urlaubs geht. Das Wetter hat auch super mitgemacht. War alles wieder ziemlich schnell trocken.

Als wir mit allem fertig waren, liefen wir mal wieder zum ALDI und haben hier nochmals die wichtigsten Dinge für die restlichen Campertage eingekauft.

Unser Abendessen konnten wir gestern nicht in der Camp Kitchen zubereiten, da dies zur Zeit eine komplette Baustelle ist. Das ist ein ganz fettes Minus für den Campingplatz. Mussten an die Ausweichstelle gehen. Dieser Platz war kaum beleuchtet. Man musste mit Taschenlampe grillen. Bei Papa, Mama und Sven gab es Rinderfilet und ich habe einen Nudeltag (Nudeln mit Tomatensauce und Parmesan) eingelegt.

Heute werden wir wahrscheinlich einen Ausflug zum Noosa Nationalpark machen. Das ist die letzte Möglichkeit dazu. Morgen reisen wir hier schon wieder ab und fahren nochmals Richtung Norden nach Hervey Bay. Von dort aus geht unsere Fähre zur größten Sandinsel der Welt – Fraser Island.

Grüße aus Noosaville,
Gerti, Walter, Sven und Sandra

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Der langersehnte Reisebericht …

Das Warten hat endlich ein Ende. Tut uns leid, dass wir euch erst jetzt den ersten Reisebericht liefern. Wir haben es die letzten Tage einfach nicht geschafft. Dafür kommt jetzt alles geballt.

Wie ihr ja schon alle wisst, ging unsere große Reise nach Australien am Samstag, 26.10.13 endlich los. Wir sind mit Svens Auto nach Freising zu Holzner Park & Fly gefahren, haben es dort für die nächsten 4 Wochen abgestellt und wurden im Kleinbus direkt an den Münchner Flughafen gefahren. Ein super Service, denn wir jederzeit wieder nutzen werden und auch weiterempfehlen können.

Kaum waren wir am Flughafen, konnten wir dank Sven und Online Check-in auch schon recht zügig unser Gepäck aufgeben. Waren anschließend bis zum Boarding noch beim Einkehren und Zeitvertreiben. Um 22.35 Uhr hoben wir dann endlich mit dem A380 Richtung Dubai ab. Nach knapp 6 Stunden und 4563 km haben wir Dubai bzw. die nächste Reisestation erreicht.

Dank der guten Beschilderung sind wir erstmals wild durch den Flughafen gelaufen und haben den richtigen Weg gesucht. Irgendwann konnten wir doch die Sicherheitsschleuse finden und sind zum Glück auf Anhieb durchgekommen. Im Duty Free Bereich haben wir dann lange überlegt, was wir mitnehmen sollen. Nach etwas Beratungszeit haben wir uns dann für eine Stange Lucky Strikes, 1 Liter Campari, 1 Liter Jägermeister und 1 Liter Metaxa entschlossen. Wie ihr seht, sind wir für die nächsten Wochen gut ausgestattet. Es ist auf jeden Fall für jede Stimmungslage was dabei. Bevor wir ins Flugzeug konnten, mussten wir den großen Einkauf noch verpacken und mit einem speziellen Kabelbinder versiegeln lassen. Nach dem Duty Free Bereich kam nochmals eine Sicherheitsschleuse, die wir passieren mussten. Hier haben wir unsere Kartons abgegeben. Diese wurden dann separat im Flugzeug bei unserem Gepäck verstaut.

Auch hier in Dubai verlief das Boarding ohne Probleme. Diesmal hatten wir allerdings eine längere Strecke vor uns. 14 Stunden und 15 Minuten (12257 km) mussten wir im Flugzeug verbringen. Das war richtig lange, danach hat es uns allen gereicht. Am 28.10.13 um 6.40 Uhr hatten wir dann das erste Mal australischen Boden unter den Füßen.

Die Passkontrolle verlief ohne Probleme und unser Gepäck konnten wir Gott sei Dank komplett in Brisbane entgegen nehmen. Hinter der Zollkontrolle haben wir festgestellt, dass unsere Duty Free Kartons noch fehlen. Sven hat sich bei einem Angestellten vom Flughafen erkundigt, wo man die Kartons bekommt. Er meinte, dass wir die Kartons schon vor der Linie des Zollbereichs abholen hätten müssen. Aber es ging alles gut. Sven holte mit einem anderen Zollbeamten die beiden Duty Free Souvenirs. Danach konnten wir endlich in den Eingangsbereich des Flughafens gehen. Mit australischen Wasser und Coca Cola löschten wir unseren Durst nach dem langen Flug. Bevor wir das Taxi zum Hotel nahmen, packten wir die Flaschen vom Duty Free Shop aus und vernichteten die Kartons mit Hilfe von Svens Leatherman im Flughafen-Abfall. Mit dem Taxi und unserem Gepäck ging es dann in die City zum IBIS Hotel, unser Schlafplatz für die nächsten zwei Tage.

Da wir alle zusammen so fertig waren, haben wir uns im Hotelzimmer eine Auszeit von ca. drei Stunden genommen. Frisch erholt starteten wir die erste Erkundungstour durch Brisbane. Uns zog es als erstes an den Eagle Street Pier. Hier gab es ein Bavarian Beer Cafe, allerdings kam dies nach kurzem Preischeck nicht für unser Abendessen in Frage. Als nächste Anlaufstelle diente das Victory Hotel. Dort kann man sehr gemütlich zusammensitzen, sein Feierabendbier oder andere Getränke genießen und sich über das Thema Abendessen beraten. Nach einem Pitcher Victoria Bitter (VB) und zwei Colas beschlossen wir, dass wir den Griechen am Eagle Street Pier besuchen.

Bei einem traumhaften Ausblick auf die beleuchtete Story Bridge, den Brisbane River und ein paar einsame Segelboote genossen wir unser Abendessen. Es war richtig lecker.

Trotz unserer dreistündigen Auszeit, wurden wir an diesem Tag nicht alt. Die Anreise nach Brisbane hat uns echt fertiggemacht.

Am nächsten Mittag zog es uns bei Sonnenschein und heftigen Wind auf die Straßen von Brisbane. Sven und ich zogen unsere Eltern erstmals ins Starbucks. Hier machten die beiden ihre ersten Erfahrungen mit dem Weltunternehmen. Wir bestellten drei Café Frappuccinos und einen Cappuccino. Beide waren total begeistert von ihren To Go-Bechern und natürlich auch vom Inhalt. Danach machten wir uns auf den Weg in den Botanischen Garten. Er liegt mitten in der Stadt am Brisbane River und ist wunderschön angelegt. Hier starteten wir unsere erste Fotosession. In dem Park wachsen Bäume und Pflanzen aus der ganzen Welt und man sieht die verschiedensten Tiere z.B. Leguane, verschiedene Vogelarten, Flughunde, …

Nach dem Parkausflug liefen wir wieder Richtung Eagle Street Pier. Mit dem City Cat fuhren wir von dort auf die andere Seite des Brisbane Rivers zu den South Bank Parklands. Kaum waren wir von der Fähre herunter, gab es einen richtigen Wolkenbruch. Wir suchten Schutz unter den gepflanzten Palmen und haben dort abgewartet, bis der Regen nachließ. Als wir durch die Parklandschaft liefen, kamen wir am Nepal Tempel vorbei. Dieser wurde für die Expo 1988 in Brisbane von der Stadt Kathmandu gebaut. Anschließend kamen wir an den berühmten Badebereich von South Bank Parklands vorbei. Mama und ich zogen unsere Schuhe aus und ließen unsere Füße im Wasser abkühlen. Das war richtig schön. Papa und Sven zogen gleich weiter in die nächste Bar. Als es langsam wieder zum Regnen anfing, zogen auch wir unsere Füße aus dem Wasser und folgten den Männern. Zusammen tranken wir ein kühles VB. Die Bar war richtig klasse. Es kam gute Musik und das Ambiente war super. Hier konnte man es gut aushalten. Leider machte uns die Zeit einen Strich durch die Rechnung, denn wir mussten wieder an den Anlegesteg zurück. Das Zwei-Stunden-Ticket lief langsam aus. Nachdem wir am Eagle Street Pier wieder angelegt hatten, schlenderten wir durch die Stadt zum Hotel und holten noch unsere Regenjacken. Dies war eine super Entscheidung, denn schon kurze Zeit später gab es den nächsten Wolkenbruch. Ich glaube wir waren an diesem Abend die Einzigsten, die mit Regenjacken durch die Stadt liefen. Alle anderen kamen direkt vom Arbeiten und hatten die A-Karte gezogen. Nur mit Regenschirm kam man an diesem Abend nicht ganz so weit.

Den Abend haben wir im Victory Hotel mit zwei Pitchern VB, vier Dinner Specials (Steaks mit Pommes, Sauce und Salat) und vier Knoblauchbroten beendet.

Am Mittwoch, 30.10.13 standen wir ziemlich früh auf, da wir schon um 10 Uhr an der Apollo Station unseren Camper abholten. Das Abholen hat etwas länger gedauert als wir gedacht haben. Es war verdammt viel los. Die Übergabe vom Camper übernahm die nette Claudia aus Deutschland. Dies war gar nicht schlecht, denn das technische Gedöns konnten wir so viel besser verstehen. Von außen sah der Camper gar nicht so groß aus. Mama dachte schon, dass wir unser ganzes Zeug gar nicht unterbekommen, aber mit stapeln und quetschen ging das schon. Claudia gab uns zum Schluss noch nützliche Tipps z. B. welcher Supermarkt in der Nähe und welcher in Australien am billigsten ist.

Sven wurde von uns dreien genötigt, den ersten Tag das Steuer zu übernehmen. Der erste Weg führte uns zur Tankstelle. Hier kaufte er die Marke für den gebührenpflichtigen Highway. Der nächste Halt war der billigste Supermarkt in Australien. Dreimal dürft ihr raten, welcher Supermarkt das ist. Richtig ALDI. ALDI erobert hier den fünften Kontinent und ist im Vergleich zu den anderen Supermärkten angeblich der billigste.

Als wir auf dem Parkplatz von dem Einkaufszentrum angekommen sind, ging erstmals die Parkplatzsuche los. Das war gar nicht so einfach mit einem Camper mit einer Länge von 7,70 m. Zum Glück waren in den hinteren Reihen noch einige Parkplätze nebeneinander frei. Damit wir niemanden behinderten, brauchten wir drei PKW-Stellplätze. Wenn das jemand in Deutschland gesehen hätte, dann wäre das Geschrei groß gewesen, aber hier in Australien juckt das niemanden.
Im ALDI fühlten wir uns gleich zuhause. Er war genauso aufgebaut wie bei uns. Wir haben uns gleich zurechtgefunden und füllten flott den Wagen. Mit dem Wagen steuerten wir vier unseren perfekt geparkten Camper an. Mama und ich verstauten die Einkäufe und Papa und Sven gingen noch in den Bottle Shop um die VB Ration für die nächsten Campertage zu kaufen.

Das Ziel für diesen Tag war Byron Bay. Damit wir dort ankamen mussten wir ca. 170 km auf dem Highway Richtung Süden fahren. Zwischendrin machten wir noch einen kurzen Abstecher in Main Beach bei Peter’s Fishmarket. Sven und ich waren hier schon vor 5 Jahren total begeistert von dem Fish & Chips Angebot und den frischen Fischen, Meerestieren, … Deshalb mussten wir auch diesmal hin und unsere Bäuche mit Fish & Chips füllen. Anschließend kauften wir noch ein paar Fischfilets vom Coral Beam und zehn frische Garnelen ein.

Der nächste Halt war anschließend wirklich Byron Bay und der Clarkes Beach Holiday Park. Nachdem wir den Camper auf dem Platz 96 abgestellt und uns langsam eingelebt hatten, gingen wir noch kurz ans Meer und genossen das Meeresrauschen und den Sand zwischen unseren Zehen. Hier kann man wirklich abschalten und den Urlaub genießen. Der Platz ist hier der absolute Hammer.

Wir fielen auch an diesem Abend wieder todmüde ins Bett. Vor allem Sven hat sich den Schlaf verdient. Er hat die komplette Strecke mit dem Mega-Schiff und dem Linksverkehr super gemeistert. Wir waren und sind richtig stolz auf ihn.

Gestern ging der Tag bei uns um 9 Uhr los. Es war ein traumhaftes Wetter. Genauso stellt man es sich in einem Surfer Paradies wie Byron Bay vor. Die Sonne scheint, es geht ein leichtes Lüftchen und alle sind total gut drauf. Auch wir, denn heute gab es das erste Mal draußen vor dem Camper ein richtiges Frühstück mit Kaffee, Cappuccino, Frühstückseiern, Toast, Cornflakes, … So kann man es aushalten. Selbst die typischen australischen Tiere besuchten uns. Mama war total überrascht was hier alles rumkriecht und –läuft. Wir sahen viele Truthähne, Vögel und Leguane. Unsere Nachbarn auf dem Campingplatz, ein nettes Ehepaar aus New South Wales, meinten, wir sollen den Tisch gleich nach dem Frühstück abräumen und nicht ohne Aufsicht stehen lassen. Die Turkeys (Truthähne) kommen sonst und klauen/fressen alles weg. Wir hielten mit den beiden einen kurzen Small-Talk. Hier erfuhren wir auch, dass auf den Eukalyptusbäumen direkt hinter dem Camper ab und an Koalas rumklettern und wir keine Angst haben müssen, wenn wir eine gelbe Schlange in den Bäumen sehen und diese herunterfällt. Es handelt sich nur um eine Baumschlange, die ganz harmlos ist. Außerdem teilte uns die Frau mit, dass seit zwei Jahren in Byron Bay ein ALDI ist. Auch hier bekamen wir nochmals die Info, dass ALDI am günstigsten ist.

Als wir mit dem Frühstück fertig waren und alles verräumt hatten, zog es uns in die Stadt. Die Frau von Apollo meinte, dass hier Millionäre und Hippies zusammen leben und in der Stadt verschmelzen. Irgendwie spürt man das. Es gefällt uns hier richtig gut. Es ist ein wirklich buntes Städtchen mit vielen kleinen Läden, vielen Hippies, Surfern, Urlaubern, … Alles läuft hier sehr stressfrei ab. Der optimale Ort um zu leben.

Während unserer Tour durch Byron Bay haben wir den ALDI gesehen und nochmals Wasser für unser Lager im Camper gekauft. Vor dem ALDI stand eine Wahnsinns Sängerin mit ihrer Gitarre. Bei ihr habe ich dann auch schon mein erstes Souvenir gekauft. Eine CD von ihr. Und das aller Beste war, dass ich die erste CD an diesem Tag gekauft habe. Die Sängerin heißt Ivette Meow und ist der absolute Hammer. Richtig genial. Die Laufbahn von ihr werde ich in Zukunft auf jeden Fall verfolgen. Ich glaube von ihr wird man noch sehr viel hören.

Nach dem Ausflug in die Stadt haben wir im Camper das Abendessen vorbereitet. Mama und ich haben die Tomaten und Gurken für den Salat geschnitten und alles hergerichtet. Auf dem allgemeinen BBQ-Platz vom Campingplatz hat Papa dann auf der Edelstahlgrillfläche unsere Rindersteaks und Zwiebelringe gebraten. An diesem Platz gibt es wunderbare Sitzmöglichkeiten und den perfekten Blick auf den pazifischen Ozean. Nach dem gigantischen Abendessen war der Abwasch angesagt. Mama und Papa haben dies übernommen. Sven und ich fragten an der Anmeldung nach, ob wir eventuell drei Tage verlängern können, aber leider klappt dies nicht. Der Platz ist komplett ausgebucht.

Als alles erledigt war, waren Mama und ich noch im Meer baden. War echt schön. Am Anfang wars etwas frisch, aber dann gings. Anschließend saßen wir noch gemütlich zusammen und haben entschieden, dass wir nach Byron Bay für drei Tage in den Nationalpark Mount Warning fahren. Haben gleich noch einen Platz für unser Schiff gebucht. Das wird bestimmt auch klasse.

Während wir draußen vor dem Camper saßen, hat es neben uns im Baum geraschelt. Dachten schon es ist ein Koala. Mit der Taschenlampe haben wir allerdings eine andere Entdeckung gemacht. Es war eine ganze Possum Familie, die durch den Baum kletterte und ihr Abendessen einnahm. Ist echt interessant, was man hier in freier Wildbahn sieht.

Heute starteten wir den Tag wieder mit einem guten Frühstück. Das Wetter war heute noch schöner und wärmer als gestern. Gegen 11 Uhr gingen wir Richtung Leuchtturm und den östlichsten Punkt von Australien. Es war ein klasse Ausflug mit sehr vielen Treppen und vielen Eindrücken. Als wir nach 4 Stunden wieder am Campingplatz ankamen, beschlossen wir, dass wir zum Abschluss von unserem Byron Bay Aufenthalt nochmals Richtung Stadt laufen. Sven und ich wollten unbedingt noch Klamotten shoppen gehen. Wir waren auch erfolgreich. Sven hat 3 Shirts und ich 2 Shirts gekauft. Danach gabs endlich Abendessen. Heute haben wir Coral Beam Fisch, frische Garnelen, Reis und Salat gegessen.
Morgen bricht auch schon wieder der letzte Tag in Byron Bay an. Bis 10 Uhr müssen wir den Campingplatz verlassen, das heißt früh aufstehen, damit wir noch in Ruhe frühstücken können. Außerdem muss der Camper für die Fahrt aufgeräumt und alle Dinge sollten sicher verstaut werden. Danach werden wir wieder Richtung Norden fahren. Es geht in den Mount Warning Rainforest Park. Kurz gesagt, „Bye, bye Byron Bay“ und „Hello Mount Warning Rainforest Park“. Sind schon gespannt wie es dort ist.

Die Fotos von unseren Eindrücken folgen demnächst.

Bis dahin schicken wir euch nach Deutschland ganz liebe Grüße.

Eure vier Aussi-Allgäuer

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